Wo die Herren hausen...

Hannover und seine Welfen

Geschichte(n) – Szenen - Live-Musik

 

Konzept

Seit 1361 wiehert das Sachsenross im Wappen des wohl ältesten Fürstengeschlechts Europas. Der Stammbaum der Welfen reicht zurück ins 8. Jahrhundert, wo ein sagenumwobener Graf Ruthard im Argengau am Bodensee sein Unwesen trieb. Dessen Nachkomme, Welf I., verheiratete seine Töchter vorausschauend mit den Karolingern und wurde so zum Namensgeber einer Aufsehen erregenden Dynastie. - Seit die welfischen Landesherren im Jahre 1636 Hannover zu ihrer Residenzstadt erklärten, prägten sie das Gesicht der Leinestadt entscheidend. Sie hinterließen tourismusträchtige Barockgärten, imposante Theaterbauten und weitläufige Schlossanlagen, in denen heute nicht nur blaublütige Hannöversche studieren und ihre niedersächsischen Untertanen regieren dürfen. Auch einen längst verblichenen Kaiser sowie eine höchst lebendige königliche Verwandtschaft jenseits des Ärmelkanals nennen die stolzen Welfen ihr Eigen. Unterdessen galoppiert das Sachsenross unverdrossen weiter: Immer noch treffen sich hiesige Liebespaare am liebsten „unterm Schwanz“ – am Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof in Hannover...

Nach „tendenziell kriminell!“ (2008/2009 gefördert von der Region Hannover und dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover) widmet sich das Produktionsteam „text&töne e.V.“ mit „Wo die Herren hausen...“ einem weiteren einflussreichen Kapitel der hannoverschen und niedersächsischen (Kultur-)Geschichte. Auf gewohnt humorvolle Art verbinden Sabine Göttel und Elke Reissert Information und Unterhaltung und präsentieren diesmal wahre und erfundene Geschichten und Szenen über Liebe, Macht und Geld rund um die historischen hannoverschen Welfen - garniert mit musikalischen Sahnehäubchen à la Trio FeelHarmonica. Neben „We are the champions“ von Queen und allerlei bekannten Filmmelodien von „Vom Winde verweht“ und „Titanic“ bis zu „Denver“ und „Dallas“ kommen die Zuschauer in den Genuss einiger Klassik-Hits in ungewöhnlicher Verpackung: Haben Sie Händels „Halleluja“, Elgars „Pomp and Circumstance“ Nr.1 und die Volksweise „Londonderry Air“ schon einmal in einer Fassung für Cello, Gitarre und Mundharmonika gehört? Außerdem gelangt ein musikalisch-szenisches „Tongemälde“ über einen „Abend im Palais Fürstenhof“ nach langem Dornröschenschlaf endlich wieder zur tragisch-komischen Aufführung...

Na denn: Auf Wiedersehen unterm Schwanz!

 

Ziel und Zielgruppen, Aufführungsorte
„Wo die Herren hausen“ setzt auf die unterhaltsame und gleichzeitig informativ-lehrreiche Darstellung von ausgewählten Episoden aus der Kulturgeschichte von Stadt und Region Hannover und spricht Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen an. Das Projekt enthält mehr szenisch-darstellerische Elemente als sein Vorgänger, bleibt aufführungstechnisch im Ganzen aber ähnlich unaufwendig und flexibel und passt sich der Atmosphäre der Spielorte an.  

Produktionszeit
Juli/August 2011  

Premiere
August bzw. September 2011, Küchengartenpavillon Hannover  

Weitere avisierte Aufführungsorte
Historisches Museum Hannover/Beginenturm; Wilhelm-Busch-Museum Hannover; Steinberg.Gärten Hannover-Waldheim; Isernhagenhof; Kulturbauhof Hemmingen; Schloss Landestrost Neustadt a. Rübenberge; Schloss Bückeburg; Schloss Marienburg

Mitwirkende

Elke Reissert (Rezitation)

geboren in Österreich. Sie absolvierte eine Tanzausbildung und studierte Schauspiel und Sprecherziehung am Bruckner-Konservatorium in Linz. Nach Engagements in Bregenz und Salzburg war sie an den Bühnen in Aachen, München, Düsseldorf, Hamburg und Hildesheim engagiert (Rollen u.a.: Elisabeth in Schillers „Maria Stuart“, Mrs. Peachum in Brechts „Dreigroschenoper“ und Titelrolle in dessen „Mutter Courage“) und arbeitete für Hörfunk und Fernsehen. Elke Reissert ist eine gefragte Sprecherin für Hörspiel- und HörCD-Produktionen. Sie lebt in Hamburg.

Sabine Göttel (Rezitation, Skript und Inszenierung)

wurde in Homburg/Saar geboren und lebt in Hannover. Seit 2005 ist sie freiberuflich tätig als Autorin, Rezitatorin, Schauspiel- und Tanzdramaturgin sowie als Dozentin in der Kulturellen Bildung. Sie studierte Deutsche und Französische Sprache und Literatur in Köln und Saarbrücken und promovierte über Marieluise Fleißer. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Institut und als Leiterin des Theaters der Universität des Saarlandes war sie als Schauspieldramaturgin in Hildesheim und Göttingen engagiert. Sie veröffentlicht literarische, journalistische und wissenschaftliche Texte und ist Mitglied des Verbands deutscher Schriftsteller und der Dramaturgischen Gesellschaft. 2008 gründete sie die Produktionsgemeinschaft „text&töne e.V.“, die sich auf ungewöhnliche literarisch-musikalische Projekte spezialisiert hat (www.sabinegoettel.de).

Musik: FeelHarmonica

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